Schützenverein „Eintracht“ 1871 e.V. Hettenhausen


Der Schützenverein „Eintracht“ 1871 e.V. Hettenhausen ist Mitglied des Hessischen Schützenverband e.V.
Bezirk 27 Fulda-Rhön, Vereinsnummer 2700037

Wir sind ein traditioneller Schützenverein mit langer Vereinsgeschichte und Mitglied des „Deutschen Schützenbundes“. Bei uns können viele Lang- und Kurzwaffendisziplinen des DSB geschossen werden. Aber auch das traditionelle Schützenbrauchtum, wie das Königsschießen, kommen bei uns nicht zu kurz.

Unsere Schießstände entsprechen den Anforderungen des DSB. Sowohl auf dem 25 Meter als auch dem 50 Meter Stand herrscht Ligabetrieb. Beide Stände sind für das sportliche Klein- und Großkaliberschießen zugelassen und wir verfügen über einen modernen Luftpistolen und Luftgewehrstand.

Um alle sportlichen Interessen abzudecken haben wir ausserdem eine Bogensportabteilung.

Für Schießsportinteressierte und Neumitglieder stehen Vereins-Waffen zur Verfügung. Den sicheren Umgang mit diesen Waffen erklären und beaufsichtigen unsere erfahrenen Schießleiter.

Wir freuen uns auf euren Besuch!


  • Rückblick Jubiläms-Schützenfest 2022

    Großer Applaus für Hermann Reuß

    Festkommers 150 Jahre „Eintracht Hettenhausen“

    Hettenhausen

    Den größten Applaus der anwesenden Vereinsvertreter und politischen Gäste erhielt Hermann Reuß, der seit 1972 schon viele Positionen im Verein begleitete und noch heute Mädchen für alles ist. Leider musste sich der 76-Jährige in der Vorwoche einer lang geplanten Operation unterziehen und war nicht vor Ort.

    Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Helmut Reinke, stellvertretend für den Schützenverein Hettenhausen, zusammen mit Vorstandssprecherin Christina Freudensprung zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Sport. Darunter Landrat Bernd Woide, den Landtagsabgeordneten Markus Meysner, Bürgermeister Steffen Korell, Orstvorsteher Konstantin Neumann, die Präsidentin des Hessischen Schützenverbandes Tanja Frank, für den Landessportbund Helmut Meister und für den Sportkreis Fulda-Hünfeld Andreas Scheibelhut. „Die Tradition der Schützen, früher verantwortlich zur Verteidigung der Städte und Dörfer, heute für großartigen Schießsport und Jugendarbeit“ nannte Landrat Woide als drei wichtige Säulen der Schützen. „Endlich wieder in einem Festzelt, heute Abend fühlt es sich an als wäre die Pandemie ganz weit weg“, sprach die Präsidentin Tanja Frank vielen aus dem Herzen. „Tradition wahren und neue Disziplinen wie das Bogenschießen, Sommerbiathlon oder Blasrohrschießen entdecken“ fuhr sie fort, „das alles und noch viel mehr ist bei uns Schützen möglich“.

    Der Vizepräsident für Finanzen Helmut Meister überreicht Anita Reuß stellvertretend für ihren Ehemann Hermann an diesem Abend die goldene Ehrennadel des Hessischen Sportbundes für besondere Verdienste im Sport. Hermann Reuß lebt den Schützenverein Hettenhausen wie kein zweiter, das wurde auch durch den lang anhaltenden Applaus im Festzelt deutlich.

    Im Anschluss hatten weitere befreundete Schützenvereine die Möglichkeit Grußworte zu sprechen. Besonders der Patenverein „Edelweiß“ Hettenhausen aus der Pfalz, die mit einer großen Abordnung vor Ort waren, bekam hierbei große Aufmerksamkeit geschenkt. 

    Einzelne wichtige Meilensteine des Schützenvereins Hettenhausen wurden danach von Helmut Reinke in einer kurzweiligen Präsentation vorgetragen. So begann die Vereinsgeschichte des Schützenvereins „Eintracht“ 1871 Hettenhausen e.V. am 14. Dezember 1871, als Söhne freier Bauern ihre geselligen Treffen auf rechtlich fundierte Füße stellten und sich eine Satzung gaben. Leider gibt es aus den ersten vierzig Jahren kaum noch Aufzeichnungen, da ein großer Flächenbrand im Jahr 1911 fast ganz Hettenhausen zerstörte. Die Satzung ist jedoch noch im Original erhalten. Nachdem die Besatzungsmächte die Betätigung von Schützenvereinen wieder zuließen, entschlossen sich erneut sieben junge Männer aus Hettenhausen, den bis dahin ruhenden Schützenverein „Eintracht“ Hettenhausen wieder mit Leben zu erfüllen. In 1956 gründeten sie in der Gaststätte Simon den Schützenverein „Eintracht“ 1871 Hettenhausen neu. Starker Mitgliederzuwachs in den Folgejahren brachte schnell die Erkenntnis das ein größere Schießanlage her musste. So stellte der damalige Vorsitzende Werner Mohr Ende der sechziger Jahre den Anbau seiner Fabrik zur Verfügung. Hier fanden die Sportschützen nun ihre zweite Heimat und es wurden Erfolge weit über Kreis, Bezirk und das Bundesland Hessen hinaus, meist in den Pistolendisziplinen, gefeiert. Zwei Rituale aus damaliger Zeit führt der Verein bis heute weiter. Zum einen das Osterböllerschießen, es ist ein Brauch aus dem Egerland, der Heimat des ehemaligen Vorsitzenden Walter Hofmann und wir unter anderem mit einer alten Kanone durchgeführt alte Tradition darstellt. Zum anderen das Abholen der Königsfamilie zum Schützenball, was damals mit der vereinseigenen Kutsche vonstatten ging, wird heute jedoch durch einen Traktor ersetzt. Bereits Anfang der siebziger Jahre kamen erste Gedanken für ein eigenes Schützenhaus auf. Mehrere Vorschläge, Genehmigungen und besonderes Verhandlungsgeschick von Schützenbruder Hermann Reuß waren vonnöten, um letztlich 1977 mit ersten Erdarbeiten zu beginnen. Pünktlich zur 25-jährigen Neugründung des Vereins 1981 wurde Richtfest gefeiert.
    Nachdem die letzten Änderungen der Bauzeichnung den Wünschen der Schützen und Behörden entsprachen, konnte nach vielen freiwilligen Arbeitsstunden, das Schützenhaus in 1985 eingeweiht werden. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 480.000,- DM.

    Zu den jetzigen zahlreichen Aktivitäten des Vereins gehört die Teilnahme von Eintrachtschützen an den Rundenwettkämpfen, Stadt-, Bezirks- und Landesmeisterschaften, Pokal- oder andere Schießsportveranstaltungen, in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Sportgewehr Dreistellungskampf und Sportpistole. Aktuell wird, ein für den Landkreis Fulda, einzigartiges Bogenschießkino in Hettenhausen, angrenzend an das Vereinsheim gebaut.

    Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurden langjährige Mitglieder für ihre 25, 40, 50 und 60-jährige Mitgliedschaft von Schriftführerin Sandra Kuchenbrod ausgezeichnet. Da dies in den letzten beiden Jahren nicht möglich war, sollten an diesem Abend mehr als 30 Mitglieder geehrt werden, leider waren nicht alle anwesend. Sandra Kuchenbrod überreichte den anwesenden Geehrten eine Dankesurkunde und eine Vereinsnadel, zudem sprach sie ein paar persönliche Worte der Vereinslaufbahn zu jedem Jubilar, und wünschte sich, dass alle dem Verein weiterhin treu erhalten bleiben.                                                                                                                   (sed)